Die Webseite lädt ...
Schräg aufgenommene moderne Hängebrücke mit zahlreichen Tragseilen, die über einen breiten Fluss oder Talspalt führt. Rechts stehen zwei hohe Pylone, links ragen Blätter eines Baums ins Bild. Der Himmel ist leicht bewölkt.

INklusiv! Gemeinsam Arbeiten

Logo Inklusiv Gemeinsam arbeiten Ein Fachbereich der Mainfränkischen Werkstätten

Wer sind Wir?

Der Fachbereich „INklusiv! Gemeinsam arbeiten“ ist ein Bereich der Mainfränkische Werkstätten GmbH und schafft seit 2015 individuelle, wohnortnahe Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung in Mainfranken. Menschen mit Behinderung wollen dort arbeiten, wo alle anderen auch arbeiten. Um dies zu ermöglichen wurde der Fachbereich „INklusiv“ ins Leben gerufen mit dem Ziel, erwachsene Menschen mit Behinderung auf ihrem Weg in die Arbeitswelt zu begleiten und zu unterstützen. Ausgehend vom Wunsch und Wahlrecht des Beschäftigten und in enger Zusammenarbeit mit den Betrieben der Region werden dabei maßgeschneiderte Arbeitsplätze geschaffen. Im Fokus liegen die Stärken und Talente des Beschäftigten. Eine Integrationsbegleitung unterstützt bei der Erkundung der eigenen Fertig- und Fähigkeiten, der Einarbeitung und steht als dauerhafter Ansprechpartner für den Betrieb und den Beschäftigten zur Verfügung. Zuerst wird ein Praktikum im Kooperationsbetrieb absolviert und wenn dieses erfolgreich verläuft, folgt eine offizielle Kooperation für einen individuellen Arbeitsplatz. Dieser entspricht dem benötigten Rahmen des Beschäftigten. Arbeitgebende bleiben weiterhin die Mainfränkischen Werkstätten. In 10 Jahren haben wir bereits über 220 Außenarbeitsplätze geschaffen, wobei wir heute knapp 120 Mitarbeitende in den unterschiedlichsten Betrieben der Region begleiten: Vom Steuerbüro ins Tattoostudio oder auch von der Marketingabteilung des Fußballvereins zur Volkshochschule. 

Die INklusiv!-Begleitungen im Team haben handwerkliche, hauswirtschaftliche und/oder betriebswirtschaftliche Qualifikationen. Als Qualitätsstandard unserer Arbeit haben alle Angestellten 3 zentrale Fachanbindungen: Neben einer regionalen wird eine branchenspezifische Aufteilung für die verschiedenen Arbeitsfelder angestrebt. Weiterhin ist eine Teilnehmerzuordnung und damit verbundene Verantwortung klar geregelt. Neben der Funktion als INklusiv!-Begleitung sind alle Teammitglieder Netzwerkender und Experten zu unterschiedlichen Themen, wie beispielsweise Arbeitssicherheit, Veranstaltungsmanagement oder Qualitätsmanagement. 

Die INklusiv!-Begleitung steht dem Betrieb und den Mitarbeitenden als „Weg- und Arbeitsbegleitung“ und „helfende Hand“ kontinuierlich zur Seite. Er berät Firmen und INklusiv!-Mitarbeitende bei allen Fragen rund um den Arbeitsplatz, steht sowohl bei Krisen als auch im reibungslosen Alltag zur Verfügung. Er fungiert somit als Arbeitsbegleitung für die Mitarbeitenden in den Betrieben. 

Was machen Wir?

Der Fachbereich „INklusiv! Gemeinsam arbeiten“ der Mainfränkischen Werkstätten GmbH verfolgt dieser das Ziel, sozialraumorientierte Beschäftigungsmöglichkeiten für erwachsene Menschen mit Behinderung zu schaffen – orientiert am Wunsch- und Wahlrecht der Betroffenen. Basis hierfür ist die berufliche Zukunftsplanung als Qualitätsstandard. 

Wir nehmen das Recht auf Wahlfreiheit und Selbstbestimmung unserer Mitarbeitenden ernst und wertschätzen sie als selbständig handelnde Personen. Ausgangspunkt sind die persönlichen Ziele, Ressourcen, Stärken und der Willen unserer Mitarbeitenden und nicht der durch Experten definierte defizitorientierte Förderbedarfe. Die Mitarbeitenden sind Experten in eigener Sache und somit zentraler Akteur für Entscheidungen im Teilhabeprozess, mit dem Ziel, nachhaltige, wohnortnahe, maßgeschneiderte Beschäftigungen mit Hilfe von Unterstützersystemen in regionalen Betrieben zu schaffen. Durch diese Weise leisten Menschen mit Beeinträchtiung(en) einen wertvollen Beitrag zur Gesellschaft.  

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der aktiven Auseinandersetzung mit den Bedarfen der mainfränkischen Wirtschaft sowie dem Aufbau eines tragfähigen Netzwerks mit regionalen Unternehmen. Inzwischen zählen namhafte Partner wie die Allianz Fachkräfte Mainfranken, die IHK Würzburg-Schweinfurt, die Handwerkskammer für Unterfranken, die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft, der Deutsche Gewerkschaftsbund und die Regiopolregion Mainfranken sowie rund 480 Unternehmen zum INklusiv!-Netzwerk. 

Was macht uns besonders? Was zeichnet uns aus?

Bildung/ Qualifizierung: 

Ausgehend vom Wunsch- und Wahlrecht wird mit den Teilnehmenden im Rahmen der beruflichen Zukunftsplanung auf Basis des SONI-Modells die Zielsetzung von maßgeschneiderten Außenarbeitsplätzen verfolgt. Hierzu braucht es neben Training-on-the-job und dem klassischen Jobcoaching aber auch Schulungsreihen und Fortbildungen, um das Motto „Erst platzieren, dann qualifizieren“ konsequent zu verfolgen. Es wurden unterschiedliche fachtheoretische Bildungskurse mit Praxistranser, wie z. B. der Kurs „Helfer/in in Senioreneinrichtungen“ gemeinsam mit externen Bildungsträgern, in diesem Fall der MIG-Bildung, entwickelt. Allgemeinbildende Kurse zur persönlichen Entwicklung, wie z. B. „Soziale Bildung“ zur sozialen Kompetenzerweiterung sind ebenfalls Bestandteil unseres Angebotes. 

Regionale Struktur im Spannungsfeld dreier Flächenlandkreise: 

Ein zentrales Element ist der Einsatz von Regionalkennern. Fachkräfte die durch gezielte Marktbeobachtung Trends erkennen, mit Wirtschaftspartnern in den Dialog treten und gemeinsam tragfähige Lösungen entwickeln. 2024 wurde die Funktion der sog. „Regionalkenner“ eine feste Qualitätsfunktion im Team etabliert. Ausgehend einer Analyse der spezifischen Anforderungen und Herausforderungen in den verschiedenen Regionen, wurden gezielte Akquise-Strategien entwickelt. Zusätzlich hierzu wurde ein Systems zur regelmäßigen Pflege und Nachverfolgung von Kontakten mit regionalen Ansprechpartnern implementiert, um langfristige Beziehungen aufzubauen und zu erhalten. Es wurden maßgeschneiderte Kommunikationsstrukturen entwickelt, welche auf die kulturellen und wirtschaftlichen Besonderheiten der jeweiligen Region abgestimmt wurden. All diese Anforderungen verbindet die Funktion des sog. „Regionalkenners“. 

Neu! Arbeitgebenden-Schulungen: Inklusiv gedacht – gemeinsam gemacht 

Durch transparente und gezielte Information an die Betriebe durch INklusiv!, wird Menschen mit Beeinträchtigung der Zugang zum Arbeitsleben erleichtert. Die Sensibilisierung der Belegschaft der Wirtschaftsunternehmen trägt dazu bei, die Lebensqualität im Rahmen sozialraumorientierter Arbeit nachhaltig zu stärken und gemäß der UN-Behindertenrechtskonvention einen aktiven Beitrag zu einer inklusiveren Gesellschaft zu leisten. Mit dem Auf- und Ausbau eines neuen Schulungstools wird die Hemmschwelle für Betriebe gesenkt, sich aktiv mit dem Thema Inklusion auseinanderzusetzen. Ziel ist es, Unternehmen zu befähigen, Inklusion und Diversität nicht nur zu verstehen, sondern auch im Alltag zu leben. Es sollen nachhaltige inklusive Strukturen im Unternehmen individuell geschaffen und geschärft werden. Zudem soll die Belegschaft vor Ort Offenheit, Empathie und Handlungsfähigkeit im Umgang mit Vielfalt erlernen.