Elbe-Werkstätten GmbH

Wer sind Wir?
Durch eine Fusion im Jahre 2011 sind die Elbe Werkstätten größte Deutsche WfbM. Sie begleiten zurzeit ca. 2800 Menschen im BBB und AB in Hamburg und Umgebung, aber die Tendenz ist eindeutig fallend. Wir sind sozusagen ein schrumpfendes Unternehmen. Das Verhältnis, Einwohnerzahl zu WfbM-Plätzen ist in Hamburg im Bundesvergleich sehr gering.
Die Elbe-Werkstätten fördern die Teilhabe von Menschen mit Behinderung am Arbeits-leben im Sinne der Artikel 26 und 27 der UN-Behindertenrechtskonvention und unter-stützt die Umsetzung des SGBIX – Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Behin-derungen. Dabei gilt die Prämisse: Je näher an den individuellen Kompetenzen und der individuellen Leistungsfähigkeit und je näher am allgemeinen Arbeitsmarkt und dessen Betrieben die Teilhabeleistung ansetzt, desto größer sind die Chancen hinsichtlich einer persönlichen Weiterentwicklung, der Erzielung einer zunehmenden und verwertbaren Produktivität und schließlich der nachhaltigen Teilhabe der Menschen mit Behin-derungam allgemeinen Arbeitsmarkt.
Hauptziel: Bedarfsgerechte und wirkungsorientierte Angebote zur Eingliederung
Die Elbe-Werkstätten bieten allen Personen mit Rechtsanspruch nach §§ 56 ff. SGB IX individuell passgenaue und auch innovative Bildungs- und Förderungsmaßnahmen zur inklusiven Teilhabe am Arbeitsleben an.
Teilziele:
- Die Elbe-Werkstätten stellen im Eingangsverfahren ihrer Werkstätten für Menschen mit Behinderung eine fachlich fundierte Eingangsdiagnostik unter Berücksichtigung al-ternativer Angebote sicher.
- Die Elbe-Werkstätten erbringen mit ihren Werkstätten im Berufsbildungsbereich ziel-genaue, wirkungsorientierte Leistungen im Sinne des § 57 Abs. 1 Nr. 2 SGB IX unter be-sonderer Beachtung der Potentiale der Menschen mit Behinderung im Hinblick auf die Ausschöpfung ihrer Eingliederungschancen in den allgemeinen Arbeitsmarkt.
- Die Elbe-Werkstätten stellen im Arbeitsbereich ein flexibles, individuell bedarfsge-rechtes und wirtschaftlich vertretbares Angebot unter Einschluss von Teilzeitangeboten zur Verfügung.
- Menschen mit Behinderung werden unter Berücksichtigung ihrer individuellen Kom-petenzen und ihrer Leistungsfähigkeit sowie des Wunsch- und Wahlrechts vorrangig auf Außenarbeitsplätzen eingesetzt. Die Zielrichtung ist dabei, die Beschäftigten zu befähigen, auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt tätig zu werden.
- Die Leistungserbringung der Elbe-Werkstätten erfolgt dezentral und regional vernetzt sowie personenzentriert und sozialraumorientiert
Was machen Wir?
Die konsequente Ausrichtung der Rehabilitationsmaßnahmen am Ziel einer möglichst arbeitsmarktnahen Beschäftigung und Qualifizierung.
- Zielgruppenorientierte Bildungs- und Arbeitsangebote: Die Elbe-Werkstätten bieten maßgeschneiderte berufliche Bildung und Qualifizierung, die auf die individuellen Bedürfnisse und Ressourcen der Menschen mit Behinderung abgestimmt sind. So steht während der Berufsbildungszeit und auch darüber hinaus beispielsweise bei Menschen mit erworbener Hirnschädigung oftmals die Bewältigung des Schicksalsschlages im Vordergrund, bei Menschen mit geistiger Behinderung der Erwerb sozialer und fachlicher Kompetenzen, für Menschen mit psychischer Beeinträchtigung liegt der Schwerpunkt auf dem sukzessiven Aufbau der psychischen Belastbarkeit.
- Nach Arbeitsmarktnähe abgestufte Bildungs- und Arbeitsangebote: Die Bildungs- und Arbeitsangebote der Elbe-Werkstätten sind so strukturiert, dass sie den Leistungsberechtigten einen schrittweisen Übergang in den Arbeitsmarkt ermöglichen. Von internen Arbeitsbereichen mit unterschiedlicher fachlicher Ausrichtung über ausgelagerte Einzel- und Gruppenarbeitsplätze schaffen die Elbe-Werkstätten Wege, um eine kontinuierliche Annäherung an den regulären Arbeitsmarkt zu fördern.
- Teilhabeplanung: In einem inhaltlich und zeitlich strukturierten Prozess identifizieren die pädagogischen Fachkräfte Hindernisse und Ressourcen, um berufliche Teilhabe zu ermöglichen. Ziel der Teilhabeplanung ist es, Kompensationsmöglichkeiten zu schaffen, um die Potenziale der Leistungsberechtigten zu nutzen. Dies beinhaltet Personalentwicklungsmaßnahmen ebenso wie die Nutzung oder Optimierung von „sozialen Umweltfaktoren“.
- Assistenz und Empowerment als Unterstützungsformen: Die Assistenz erfolgt nach demPrinzip „so viel wie nötig, so wenig wie möglich“, um den Menschen mit Behinderung ein Höchstmaßan Selbstbestimmung und Eigenverantwortung im beruflichen und sozialen Leben zu ermöglichen.
- In den wöchentlichen Gruppenbesprechungen, bei der Qualifizierung an den 28 Elbinseln sowie in zielgruppenorientierten Themengruppen werden die Potenziale der „peergroup“ gezielt als gegenseitige Unterstützungsform genutzt.
- Das e-learning ermöglicht barrierearm direkte Lernzuwächse.
Was macht uns besonders? Was zeichnet uns aus?
Ein besonderes Merkmal ist die Durchlässigkeit der Angebote. Das vorherrschende Dogma, „einmal Werkstatt – immer Werkstatt“ gilt nicht. Das vielfältige Angebot ermöglicht ein gutes Wunsch- und Wahlrecht der Nutzer*innen. Wir wollen vielen eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarkt ermöglichen. Dazu nutzen wir das Budget für Arbeit (§61 SGB IX), sowie das Budget für Ausbildung (§61a SGB IX). Zudem halten wir folgende Angebote, die in alle Richtungen gewchseltwerden können:
Interne Arbeitsgruppen: Die Elbe-Werkstätten bieten intern ein abgestuftes Arbeitsplatzangebot, das individuelle Wege zur beruflichen Rehabilitation ermöglicht. Die Arbeitsplätze in den internen Arbeitsgruppen haben deutlich unterschiedliche Anforderungsniveaus. So kann jeder Leistungsberechtigte seine Fähigkeiten weiterentwickeln und sich auch im internen Arbeitsbereich auf Tätigkeiten mit größerer Arbeitsmarktnähe vorbereiten.
Ausgelagerte Dienstleistungsgruppen: In der Elbe-Werkstätten arbeiten einige Gruppen in Dienstleistungsbereichen als Außenarbeitsgruppen im unmittelbaren Kundenkontakt, so beispielsweise im Elbe Catering oder im Gartenbereich für private und öffentliche Auftraggeber. Diese Arbeitsplätze erfordern im besonderen Maße ein Eingehen auf die Kundenwünsche und -erwartungen. Sie stehen im unmittelbaren Vergleich mit Wettbewerbern auf dem ersten Arbeitsmarkt und müssen sich durch ihre Angebotsqualität gegen diese behaupten. Die Anforderungen an die Leistungsberechtigten in Bezug auf Servicequalität, Flexibilität, Selbstständigkeit und Kundenorientierung sind daher sehr hoch.
Ausgelagerte Arbeitsgruppen: Unter ausgelagerten Arbeitsgruppen sind Arbeitsgruppen zu verstehen, die unter der Anleitung einer Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung außerhalb der Betriebsstätte der Werkstatt in einem Betrieb des allgemeinen Arbeitsmarktes beschäftigt sind. Ausgelagerte Arbeitsgruppen bieten somit die Möglichkeit der Zusammenarbeit mit nicht behinderten Menschen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt, jedoch gemeinsam mit den vertrauten Kollegen und unter ständiger Anleitung der Fachkraft. Da hier die Arbeitsleistung als Gruppenleistung erbracht wird, bietet dies auch Beschäftigten mit stärkeren Leistungseinschränkungen ein besonderes Maß an Inklusion, da sie als Teil einer Gruppe die Möglichkeit erhalten, in einem „normalen“ Betrieb mit nicht behinderten Kollegen zusammenzuarbeiten.
Ausgelagerte Einzelarbeitsplätze: Unter ausgelagerten Einzelarbeitsplätzen sind einzelne Arbeitsbeziehungsweise Berufsbildungsplätze außerhalb der Betriebsstätten der Werkstatt in einem Betrieb des allgemeinen Arbeitsmarktes zu verstehen. Menschen mit Behinderung auf diesen Arbeits- beziehungsweise Berufsbildungsplätzen haben denselben Rechtsstatus wie andere Werkstatt.
